Südschwarzwald: Wildromantischer Heilklima-Wanderweg 5

Eine Rundwanderung von Höchenschwand ins Schwarzatal und zurück

Aktuelle Infos vom 18.07.2017: 1. Wegen eines Erdrutsches ist derzeit der spannendste Teilabschnitt des Weges nicht begehbar, es besteht eine Umleitung. Die Touristeninfo von Höchenschwand konnte heute noch keine Auskunft geben, wann die Umleitung aufgehoben wird. 2. Die Dumrighütte wird jetzt auch Wolfshütte genannt, weil sie Informationsstätte für den neu angelegten Wolfspfad und Wolfssteig ist. Sie wird aber nach wie vor nicht bewirtschaftet.

Habe ich euch eigentlich schon verraten, dass wir lauffaul sind? Na zumindest ein Teil der Familie. Mein Mann Ralph ist glücklich, wenn es nicht zu anstrengend wird und Jean-Luc freut sich über schmale Pfade und Kletterpartien. Und ich selbst liebe Wege, die ich noch nicht kenne und neige dazu meine körperliche Kondition zu überschätzen. Deshalb ist es für uns manchmal gar nicht so einfach, die Route zu finden, die alle drei glücklich macht.

Der Heilklimawanderweg- oder Terrrainkurweg 5 hat aber allen gleichermaßen viel Spaß gemacht. Eigentlich beginnt und endet er in Höchenschwand, doch aus oben genannten Gründen, kürzen wir die drei Kilometer um den Ort ab und starten am Wanderparkplatz Kreuzstein. Dort geht es gleich in den Schwarzwald hinein.

Die Fakten zur Tour gibt es hier: TK5 Höchenschwand mit detaillierter Wegbeschreibung

Zu Beginn laufen wir auf weichem Waldboden unter hohen Tannen und Buchen. Die Luft ist  rein und würzig, es dufet nach Tannennadeln, Moos und Laub, Heilklima pur. Allmählich lichten sich die Bäume,  der Weg wird schmäler und der Boden unebener. Es geht stetig bergab. Wir kreuzen mehrere Wege und erreichen nach einer Rechtsabbiegung den Bannwald. Ein Schild weist darauf hin, dass sich hier der Wald ungestört zum Urwald von morgen entwickeln soll. Unser Weg wird zum Pfad und zunehmend steiniger. Jetzt beginnt der spannendste Abschnitt: Der Felsenweg macht seinem Namen alle Ehre, linker Hand fällt er sehr schroff ins Schwarzatal ab. Doch keine Angst, auch diese Passage ist für alle gut machbar, denn zur Sicherung sind Geländer oder Halteseile angebracht.

Und auch nach diesem spannenden Abschnitt kommt keine Langeweile auf. Der Wanderweg 5 führt zu idylischen Rastplätzen, Bächlein und Brunnen, und immer wieder genießen wir die herrliche Aussicht auf die andere Seite des Tals nach Brenden.

Ein weiteres Highlight unserer Halbtageswanderung ist die Rast an der Dumrighütte. Die Hütte liegt auf halber Strecke und inmitten idyllischer Natur. Sie ist im Besitz des Forstamts, es gibt eine Grillstelle und genügend Holz zum Feuer machen. Meine beiden Männer machen sich einen Spaß daraus, wie die Steinzeitmenschen Feuer zu machen, die Würste mit Steinen einzuritzen und am Stock zu braten. Selten haben sie uns so lecker geschmeckt.

Dorf am Himmel Höchenschwand ist Deutschlands höchstgelegener Kurort (1015 Meter N.N.) und bietet bei klarem Wetter eine herrliche Aussicht über die Höhen des Südschwarzwaldes bis zu den Alpen.

Der Rückweg verläuft relativ unspektakulär. Zunächst führt er die Dumrigstraße entlang, dann rechts in die Horizontalstraße, die sich später am Hang entlang windet – parallel zum Hinweg, nur auf einem höheren Niveau. Nach dem Passieren der Schranke verlassen wir den Wald und folgen den Schildern stetig bergauf nach Strittberg. Der Weg führt durch den Ort hindurch und weiter zum Waldparkplatz Kreuzstein. Auf diesem letzten Abschnitt genießen wir die offene Landschaft mit saftigen Wiesen, Hügeln und weißen Wolken auf blauem Grund. Ja, hier oben ist man dem Himmel wirklich sehr nah.

  1. Pingback: TK 5 Höchenschwand – Linie 5

Was meinst du dazu? Schreib mir.