7 Wochen ohne Auto – Autofasten

Heute beginnt die Fastenzeit. Und sie kann Anlass sein, Gewohnheiten zu hinterfragen und etwas Neues auszuprobieren. Zum Beispiel ganz klassisch auf Alkohol oder Süßes verzichten, Plastik- und Verpackungsmüll einzusparen oder eben auf das Auto zu verzichten und das eigene Mobilitätsverhalten unter die Lupe zu nehmen. 

Letzteres liegt mir am nächsten und ich habe mir vorgenommen, bewusst den Gebrauch des Autos einzusparen. Als ÖPNV-Fan fällt mir das ehrlich gesagt nicht so schwer. Und da mein Büro im Haus ist, entfällt auch schon die Anreise zur Arbeit. Also keine große Challenge! Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich einfach immer noch viel zu oft gedankenlos ins Auto steige, um kleine Besorgungen zu machen und mal eben irgendwo hinzufahren… Hier möchte ich konsequenter werden und überhaupt mal erfassen, wie mein Mobilitätsverhalten und das unserer Familie eigentlich ist. Auch bei unseren Wochenendausflügen und Wanderungen habe ich mich schon oft gefragt, muss das mit dem Auto sein oder geht es nicht auch mit dem ÖPNV?

Autofasten heißt:

  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Auf das Fahrrad steigen
  • kurze Strecken zu Fuß gehen
  • jede Autofahrt hinterfragen – muss sie wirklich sein? Einkaufsfahrten zusammenfassen, höchsten 1x statt 3x pro Woche
  • Nach Fahrgemeinschaften suchen oder Car-Sharing-Angebote nutzen
  • Wenn schon Auto – dann sparsam fahren, also Fuß vom Gas.

Was bringt Autofasten?

  • einen neuen Blick auf den eigenen Lebensstil und vielleicht eine langfristige Änderung
  • du leistest einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, trägst dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern
  • du tust deiner Gesundheit durch mehr körperliche Bewegung etwas Gutes.
  • du kommst mit anderen Menschen in Kontakt, informierst dich über neue Technologien sowie alternative Mobilitätswege

Wie lange dauert die Fastenzeit?

Die Fastenzeit 2022 beginnt am 2. März und dauert genau 40 Tage bis zum Karsamstag am 16. April. Am Ostersonntag, 17. April ist die Fastenzeit dieses Jahr offiziell vorüber.

Gemeinsam gehts leichter

Initiativen, denen man sich anschließen kann und die weitere Infos haben:

Und der öffentliche Nahverkehr? Wie steht er dazu?

Einige Nahverkehrsunternehmen unterstützten das Autofasten mit besonderen Initiativen und Angeboten:

Drei Beispiele:

Autofasten in Frankfurt

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt VGF startet in diesem Jahr zum zweiten Mal das Experiment #Autofasten.  Für die sechs Wochen der Fastenzeit gibt es ein RMV-Ticket und von einem Carsharing-Anbieter  ein 250-Euro-Fahrguthaben. Als Gegenleistung berichten die ausgewählten Teilnehmer auf den Social Media-Kanälen der VGF über die Erfahrungen.
Weitere Infos VGF
Eine ähnliche Initiative gibt es auch bei den Mainzer Verkehrsbetrieben.

Autofasten in Karlsruhe

Der Karlsruher Verkehrsverbund KVV bietet ein günstiges 7-Tage-Fastenticket an. Es kostet 27 Euro und gilt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen (die sind frei wählbar) für alle Verbindungen mit Bus und Bahn im ganzen KVV-Netz zwischen 2. März und Ostermontag. An Sonn- und Feiertagen kann die gesamte Familie (Partner und Kinder/Enkelkinder unter 15 Jahren) mitfahren. Eine gute Gelegenheit, zumindest mal für eine Woche auszuprobieren, wie das so ist mit Bus & Bahn. Diese Aktion gibt es übrigens schon seit mehreren Jahren.
Weitere Infos KVV

Autofasten in Thüringen

Aktionsbonus  #Autofasten in Höhe von von 35 € bei Abschluss eines Abonnements Verkehrsverbund Mittelthüringen VMT.
Ok, ehrlich gesagt, ist das für mich eher ein Rabattangebot, als eine Initiative.

Und wie mache ich mit?

Ich habe mir den Fastenkalender von Österreich ausgedruckt und werde fleißig eintragen und sehen, was die nächsten sechs Wochen bringen.

Und jetzt möchte ich noch wissen, wie es bei dir ausschaut? Fährst du gerne und viel mit dem Auto? Könntest du darauf verzichten? Ich bin gespannt auf deine Meinung.

Und in sechs Wochen berichte ich hier, wie es mir so ergangen ist. Also, bis Ostern.

  1. Astrid Gövert

    Liebe Heike, toller Impuls!! Damit bringst du mich zum Reflektieren und zu der Frage, ob ich das nicht auch zu meinem Fastenvorhaben machen soll.
    Denn ich bin schon ein echter Autojunkie.
    Ich werde nachdenken heute. Und dann entscheiden.

    • Liebe Astrid,
      damit geht es dir wie vielen in unserer Generation. Auto, das ist Freiheit, Spontanität und Wohlstand, Erinnerungen an erste Knutschereien… Wer will das schon aufgeben? Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest.
      Viele Grüße
      Heike

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