Metro fahren in Paris – so gehts

Die Metro von Paris ist mit 16 Linien und über 300 Stationen eines der größten U-Bahnnetze der Welt. Da nahezu jede Linie ihre eigenen Gleise, Zugänge, Abgänge und Übergänge hat, ist sie ein kleines Labyrinth für sich. Doch hat man den Dreh einmal raus, macht es richtig Spaß, Metro zu fahren. Aus meiner Sicht ist die Metro das beste Verkehrsmittel in der Pariser Innenstadt.

Wie erkenne ich die Metrostationen?

Zu den typischen Fotos von Paris zählen auch immer solche von nostalgischen Metroeingängen. Die ältesten Stationen sind von 1900 und im Jugendstil-Design (Art Nouveau) gestaltet, andere im Art déco.

Es gibt aber auch moderne Hinweisschilder mit einem schlichten M.

Wie finde ich mich in der Metro in Paris zurecht?

Die Linien sind von 1-14 durchnummeriert. Es gibt zwei Ergänzungslinien 3bis und 7bis. Jede Linie hat ihre eigene Farbe. Zum Beispiel 1 gelb, 2 blau, 5 orange. Diese Leitfarbe findest du auf allen Hinweistafeln an den Stationen, in den Zügen und auf den Plänen. Du folgst also zunächst immer der Nummer der Linie, später entscheidet die Richtung, auf welche Bahnsteigseite du gehst. Für die Richtungsangabe werden immer die Endstationen der Linie genannt. Bei der Linie 5 sind das Bobigny und Place d‘ Italie. Auf den Bahnsteigen informieren dich Bildschirme über die verbleibende Wartezeit bis zum nächsten Zug und erinnern an die Fahrtrichtung (Endhaltestelle).

Eingang und Ausgang

Am Eingang zur Metro passierst du eine Schranke. Hier musst du entweder dein Papierticket in den Schlitz stecken oder den Navigo-Pass (Plastikkarte) auf den entsprechenden Platz legen. Dann kannst du die Drehkreuze durchqueren. Vergiss bitte nicht, das Papierticket wieder an dich zu nehmen und bis zum Verlassen der Metro zu behalten.

Um rauszukommen, folgst du immer den Hinweisen „Sortie“ = Ausgang. Die Türen öffnen automatisch oder durch Wegdrücken mit der Hand. Für den Ausgang benötigst du das Papierticket oder die Plastikkarte nicht.

Hilfreiche Pläne, Karten, Apps der Pariser Metro

Auf der Webseite der RATP findest du einen interaktiven Routenplaner, verschiedene Linienpläne und Umgebungspläne von Haltestellen zum Download sowie eine Echtzeitanzeige der Linien.
(Die englische Webseite der RATP bietet mehr Infos als die deutsche).

Den Linienplan mit Metro, Tram/Straßenbahn und RER-Bahnen kannst du hier als PDF downloaden. Den Plan erhältst du in gedruckter Form an den Service-Schaltern der Metro.

Außerdem gibt es eine Bonjour-RATP-App im Google Play- und im Apple-Store.
Für Touristen wird die App Next stop Paris angeboten.

Was kostet die Metro in Paris? Tickets und Preise

Einzeltickets und 10er-Tickets
Für Gelegenheitsfahrer sind Einzelfahrt-Tickets (ticket t+), ein Carnet mit 10 Einzeltickets oder ein Tagesticket (mobilis) die erste Wahl.

Ich kaufe immer das Tagesticket mobilis für die Zone 1-2, das für alle Metrostationen gilt, auch wenn sie in der 3. Zone liegen. Es kostet 7,50 € für den ganzen Tag. Neben der Metro kannst du damit auch die RER-Bahnen, Busse und Straßenbahnen der Zonen 1-2 nutzen.

Das Touristen-Ticket „Paris Visite“
Paris Visite gibt es für 1, 2, 3 oder 5 aufeinander folgende Tage zu einem Preis von 11,65€ bis 63,90€ (Kinder zahlen die Hälfte). Neben der Metro kann du damit auch die RER-Bahnen, Busse und Straßenbahnen nutzen. Das Ticket beinhaltet außerdem Ermäßigungen für bestimmte touristische Attraktionen. Hier gibt es ausführliche Infos zum Ticket auf Englisch.

Die RATP (das ist der Metrokonzern) möchte über kurz oder lang die Papiertickets abschaffen und alle Tickets über eine aufladbare Plastikkarte abwickeln. Sie heißt Navigo und kostet einmalig 2 €. Du kannst sie an den Ticketschaltern oder Automaten aufladen.

Wenn du am Gare de l‘ Est oder Gare du Nord ankommst, sind die Ticketschalter meist sehr frequentiert und die Warteschlangen lang. Ich nehme dann den Automaten. Der spricht übrigens deutsch, wenn du die Menüführung entsprechend einstellst. Beachte bei den Automaten, dass nicht alle Geldscheine annehmen.

Wann und wie oft fahren die Züge?

Die Metrozüge fahren in der Woche ab 5:30 Uhr bis etwa 1:15 Uhr. Freitags und samstags sowie an den Vorabenden von Feiertagen bis kurz nach 2 Uhr. Zu den Hauptverkehrszeiten kommt alle zwei bis fünf Minuten ein Zug. Du wartest meist nicht lang. Sie sind das beste Verkehrsmittel in der Pariser City. 

Metro fahren in Paris – was ist besonders?

Und hier noch ein paar Besonderheiten der Pariser Metro:

  1. Die Pariser nutzen ihre Metro. Zu Stoßzeiten wird es richtig voll.
  2. Da die Linien vollständig voneinander unabhängig sind, hat jede Linie ihre eigenen Bahnsteige, Zugänge und Abgänge. Nicht verwirren lassen, einfach immer der richtigen Nummer folgen.
  3. Die Pariser Metro ist bekannt für ihre Eingänge im Jugendstildesign.
  4. Das Metronetz ist sehr dicht. Die einzelnen Stationen liegen nah beieinander, meist nur 500 Meter voneinander entfernt. Deshalb macht es auch so Spaß, mal von einer Station zur nächsten zu laufen.

Ein paar Infos zur Geschichte und zum Design der Pariser Metro

Die erste Linie wurde am 19. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung eröffnet. Die Pariser Metro ist berühmt für ihre Stationseingänge im Stil des Art Nouveau und Art déco. Die ältesten stehen unter Denkmalschutz.

Vollautomatische und fahrerlose Züge gibt es auf den Linien 14, 1 und 4.  Hier sind auch Trennwände zwischen Bahnsteig und Gleisen angebracht worden.

Viele Bahnsteighallen sind elliptisch und für mich sieht die Metro dann immer wie eine Rohrpost aus. Sehr schön zu erkennen auf dem Foto der Linie 4 aus dem Jahr 2018 vor der Renovierung.

Die Sitzbezüge der modernen Züge haben ein schönes Streifendesign.

Was kann ich entlang der Metrolinie 5 in Paris entdecken?

Die Metrolinie 5 ist gewiss keine typische Touristenlinie. Aber gerade deshalb finde ich sie so interessant.

In diesen Blogbeiträgen erfährst du mehr über meine Entdeckungen mit der Linie 5:

Sommer in Paris für Fortgeschrittene
Streetart in Paris
Paris mal anders – unterwegs im 13. Arrondissement
Praktische Infos zur Metrolinie 5

 

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