#FopaNet – Fotoparade 2020 – Meine Reiseerinnerungen an dieses verrückte 2020 und was ich daraus für 2021 mitnehme

Eigentlich war 2020 gar nicht so schlecht… Die meiste Zeit fühlte sich das vergangene Jahr sogar super gut an. Erst im November erwischte mich ein kleiner Durchhänger und ich bin gespannt, wie sich nach diesem Lockdown-Winter das Verreisen entwickelt. Mit meinem Rückblick nehme ich an der Fotoparade 2020 von Michael von „Erkunde die Welt“ teil. 

Vielleicht lag es an diesem besonderen Anfang: Zum ersten Mal überhaupt sind wir 2019/2020 als Familie über Weihnachten und Silvester verreist und erlebten wunderschöne Tage in Slowenien am Bohinjer und am Bleder See und in Venedig. Von Corona war weit und breit noch keine Spur und unsere einzige Sorge war, dass Venedig im Hochwasser versinkt und die Altstadt erneut gesperrt wird. Doch statt Regen zeigte sich drei Tage lang ein strahlend blauer Himmel über der Lagune.

Neujahr in Venedig

Mit der Vaporetto-Linie 5 umrundeten wir die Hauptinsel und machten kleine Spaziergänge durch Cannaregio und Castello abseits der Touristenströme. Am Neujahrstag haben wir mit den Venezianern am Lido-Strand fettige Schweinswurst mit Linsen gegessen. Denn das soll Glück und Geldsegen bringen. Nur das Bad im eiskalten Mittelmeer überließen wir anderen…

Die kombinierte Zug- und Busreise (Zug für lange Strecken, Bus vor Ort) klappte prima und überzeugte auch meinen Mann Ralph, der gerne mit dem eigenen Auto fährt.

Mitte Januar besuchte ich die CMT in Stuttgart und daraus hat sich eine wunderbare Blogkooperation ergeben: eine einwöchige Fahrradtour auf dem Fünf-Flüsse-Weg in Bayern. Als hätte ich es geahnt, habe ich sie schon damals auf September terminiert…
Besonders wichtig waren für mich im Januar und Februar vier Coaching-Termine in denen ich mich noch einmal intensiv mit meinen mittel- und langfristigen Zielen und Plänen für diesen Blog und mein PRojektbüro auseinandersetzte. Und ich glaube im Nachhinein, dass mir das auch die innere Kraft gegeben hat, die kommenden Monate gelassen anzugehen…

Unser Ostermotto #wirbleibenzuhause und tun so, als wären wir in der Provence

Im März schwappte dann der Corona-Virus zu uns herein und der ursprüngliche Plan, die Osterwoche in der Provence zu verbringen erübrigte sich. Statt die D5 in den Gorges de la Nesques zu fahren, habe ich dann französische Spuren rund um den Wohnort gesucht. Mit Haus und Garten und dem Naturpark Stromberg vor der Haustüre ist uns der Lockdown im Frühjahr nicht schwer gefallen. Auch in der näheren Umgebung gibt es schöne 5er-Wanderwege und mit dem Kloster Maulbronn auch ein Unesco-Welterbe.

#flattenthecurve – Bus, Tram und Bahn im Krisenmodus

Nur mit den Stadtentdeckungen war erst einmal Schluss. Bus, Tram, U-Bahn und der komplette ÖPNV waren im Krisenmodus und sollten nur berufsbedingt genutzt werden. Im Blog habe ich mich mit den Hintergründen beschäftigt  und  der U-Bahn 5 in Frankfurt eine Maske verpasst.

Campingplatz geht immer…

Pfingsten in der Eifel

Wir haben als Familie schon lange Spaß am Camping mit Wohnwagen. Also mussten wir uns auch dieses Jahr nicht groß umstellen. Der erste Campingplatzaufenthalt an Pfingsten war noch befremdlich, weil die Duschen und Waschkabinen geschlossen waren und du auf dem Weg zur Toilette und zum Geschirr waschen eine Maske tragen musstest. Aber daran haben wir uns schnell gewöhnt.

Eine meiner liebsten Eifel-Wanderungen ist der Nr. 55 in die Grüne Hölle. Es ist ein schmaler Pfad, der an moosbewachsenen, bizarren Felsgebilden vorbei durch klammartige Schluchten zu beeindruckenden Felsplateaus führt.

Im August an die Ostsee und in die Lüneburger Heide

Zu dritt haben wir die Sommerferien auf Campingplätzen an der Ostsee und in der Lüneburger Heide verbracht. Den kleinen Campingplatz im Schwedeneck in Schleswig-Holstein hatte ich 2019 bei einer 5er-Wanderung entdeckt.

Septemberhighlight E-Bike-Tour auf dem Fünf-Flüsse-Radweg

Vom 6. bis 11. September 2020 war ich mit meiner Freundin auf dem Fünf-Flüsse-Radweg in Bayern unterwegs. Du erinnerst dich an meine Blogkooperation von der CMT? Es war meine erste mehrtägige Fahrradtour… Halte ich das durch? Was sagt der Popo? Meine Sorgen waren unbegründet. Alles lief gut, wir hatten so super Glück mit dem Wetter und konnten oft in den Flüssen baden und die bayerische Biergärten genießen. Eine traumhaft schöne Tour, die ich jederzeit weiterempfehlen kann. Auf dieser Tour sind auch die schönsten Bilder des Jahres entstanden. Ich fotografiere übrigens nur mit dem Smartphone, alles andere ist mir zu lästig.

Mannheim, meine Traumstadt 2020

Viele von euch kennen Mannheim bestimmt als Umsteigebahnhof auf dem Weg vom Norden in den Süden oder umgekeht. Doch als Traumstadt ist Mannheim bestimmt nicht bekannt. Ich habe mich dieses Jahr in die Stadt der Quadrate verliebt. Ja, du liest richtig: in Mannheim und nicht in Heidelberg.

Mannheim ist nicht lieblich, aber lebendig! Es gibt eine innovative Kunsthalle,  großformatige Murals, ein riesiges ehemaliges Ami-Gelände, das sich neu entwickelt, den Neckar und diese wunderbare Linie 5, die Mannheim mit Heidelberg und Weinheim verbindet und 57 Kilometer lang ist. Ich war dieses Jahr bestimmt sechs Mal in Mannheim und jedes Mal hat mich die zweitgrößte Stadt in Baden-Württenberg aufs Neue begeistert. Ein Highlight am Schluss war dann eine Rundfahrt mit der Straßenbahnfahrerin Roswitha Koch auf der Linie 5.

Meine Begegnung mit ihr und zuvor mit Annette von Ulardt in Freiburg haben mir die Augen  für die Belange der Straßenbanhnfahrerinnen geöffnet… und ich habe zwei wundervolle Menschen kennengelernt.

Was im Herbst und Winter nicht mehr stattfinden konnte

Eines meiner Ziele für 2020 war, die Linien 5 in den Hauptstädten Europas zu erkunden. Brüssel, Athen und Berlin standen auf der Bucketlist. Auch Paris sollte upgedatet werden. Und wenns gut läuft Helsinki und Oslo. Haha. Das hat alles nicht funktioniert, gerade mal eben habe ich Luxemburg im Juni noch geschafft.

Was nehme ich mit von 2020 nach 2021?

Wir hatten für 2020 nichts vorgebucht und dadurch auch überhaupt keinen Ärger mit Rückerstattungen. Im Moment plane ich konkret noch gar keine Reise für 2021. Wenn, dann wird sie sich im europäischen Raum bewegen und auch kurzfristig umsetzbar sein. Davon gehe ich aus.

Ich habe einige Wanderungen und Radtouren für Deutschland, Frankreich und die Schweiz im Kopf, die sich sicherlich ebenfalls gut spontan umsetzen lassen. Zum Beispiel: der GR 5 in den Vogesen und im Jura, der Jurahöhenweg 5 in der Schweiz, der Fünf-Seen-Weg in der Schweiz, der Hauptwanderweg 5 des Schwäbischen Albvereins, die Radroute R5 in Mittelhessen.

Camping geht immer. Wir werden auch 2021 kleine, nicht überlaufene Campingplätze finden.

Berlin, Rostock und Hannover stehen auf meiner Wunschliste und dann natürlich weiterhin europäische Hauptstädte. Bei meinen Stadterkundungen habe ich gelernt, dass Tram fahren auch mit Maske geht. Ich plane jetzt mehr Spaziergänge ein und kombiniere sie mit Fahrradstrecken. Die meisten ÖPNV-Unternehmen haben inzwischen Sharing-Angebote mit Nextbike oder Ähnlichem im Angebot und arbeiten daran, sie noch besser zu vernetzen. Mindestens einen Ausflug nach Frankreich möchte ich machen. Es gibt dort so viele wundervolle Landstraßen mit der Nr. D5, die ein ganzes Buch wert wären.

Ein Ergebnis meines Coachings im Januar 2020 war, dass ich 2023 auf Weltreise gehen möchte. 2021 werde ich Ideen dafür sammeln. Ende des Jahres wird dann vielleicht auch schon abzusehen sein, wie sich diese Ideen in einen konkreten Plan umsetzen lassen. Michaels Blog „Erkunde die Welt“ bietet dazu jede Menge guter Überlegungen zum Thema Weltreise.

Mein Motto für 2021: Hab Freude am Prozess, bleib flexibel und mach dich nicht von Ergebnissen abhängig. Unterwegs wirst du immer schöne Begegnungen haben. Die 5 weist dir den Weg und ist immer für eine Überraschung gut, egal ob nah oder fern.

Ich danke Michael, dass er auch in diesem Jahr diese Fotoparade macht, wenn auch mit anderen Bedingungen. Denn sie gibt mir den Ansporn, meinen Rückblick schriftlich festzuhalten. Außerdem sind die Berichte aller Blogger, die mitmachen, eine tolle Fundgrube für Reiseinspirationen in der ganzen Welt. Ich kann dir nur von Herzen empfehlen, dort mal reinzulesen. 

 

Zum Vergleich: Meine Rückschau von 2019. 

 

  1. Hallo Heike,
    dein Fopa-Net Beitrag gefällt mir ebenfalls sehr, v.a. das Straßenbahnfoto mit Maske 😀 Ich freue mich, dass auch andere Menschen 2020 als ein ganz gutes (Reise-) Jahr erleben konnten und positiv bleiben.
    Viele Grüße, Julia

  2. wow, besonders toll finde ich deine bilder aus august und september! und ja, planen …. das haben sich glaub ich letztes jahr so einige menschen abgewöhnt!
    liebe grüße aus wien!
    paleica

    • Danke, liebe paleica,
      und herzliche Grüße in dein wundervolles wien, dass du immer so poetisch festhältst.
      Viele Grüße Heike

  3. Hallo Heike,
    wie lustig, ich habe dieses Jahr auch ein Foto der Amberger Stadtbrille in meinem Beitrag. Die ist auch echt fotogen. 🙂
    Die 5-Flüsse-Radtour stelle ich mir super vor, echt genial! Das möchte ich auch mal machen; ich radle ja so gerne.
    Und: Das mit der 5 finde ich cool, und mir fiel vorhin ein, dass einer meiner schnellen Wanderwege (nur 6 km lang, ich kürze ihn oft auf 5 km runter, nicht weit von daheim) KU 55 heißt, da geht es mit schönen Ausblicken „rund um den Forkelknock“. Könnte ich ja mal ein paar Fotos machen oder was drüber schreiben… 😉
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Hallo Barbara,
      die Amberger Stadtbrille ist schon sehr fotogen und den Fünf-Flüsse-Radweg kann ich auch wirklich jedem empfehlen, wenn du eine Wassernixe bist, dann möglichst im Sommer, das Baden in den Flüssen fand ich mit am Schönsten!
      Ich habe erst gedacht, Forkelknock sei ein Gag, aber der heißt ja wirklich so. Gerne darfst du einen Gastbeitrag bei mir schreiben.Viele Grüße Heike

  4. Liebe Heike,

    nachdem wir jetzt schon ein paar Mails hin und her geschrieben haben scheint das Problem mit dem Kommentieren jetzt aus der Welt zu sein 😉

    Dann will ich noch mal anfangen:

    Deine Bilder sind klasse – zumal du ja „nur“, wie du schreibst, mit dem Handy fotografierst. Ich bin ja eher handyblöd und komme mit einer Kamera besser zurecht.

    Die Mehrfachbelichtung mit der Maske an der Straßenbahn ist klasse geworden mit dem Hintergrund, dass du das alles nur im Handy machst. Wusste ich gar nicht, dass sowas geht!

    Die „Grüne Hölle“ finde ich spannend – die habe ich mir mal gemerkt und deshalb auch deinen Blog in meinem Beitrag verlinkt, damit ich das wiederfinde in der Fülle der Beiträge zum Fopanet. In der Teufelsschlucht war ich schon mal und diese Grüne Hölle sieht optisch vom Gestein so aus als läge es in der Nähe dieser Schlucht. Fand die Gegend schon toll und so hat man, wenn diese Corona-Reiseempfehlung-Inland ein Ende hat, mal wieder einen neues Reiseziel.

    Schöne andere Bilder aus Deutschland zeigst du. Anregungen mal andere Gebiete zu erschließen. Momentan finden wir selbst hier bei uns noch so viel Neues. Deutschland ist wie man sieht ein Gebiet mit vielen tollen Ecken, wo man noch Jahre herumreisen kann ehe es langweilig wird.

    Danke für die schönen Eindrücke – auf Deiner Seite muss ich wohl noch mal etwas mehr lesen gehen!

    Herzliche Grüße
    Birgit

    • Liebe Birgit,
      ja die Technik macht mich immer ganz wuschig…
      Da reise ich doch lieber und schreibe…
      Es freut mich sehr, dass du zu meinem Blog gefunden hast und dir der Bericht gefällt.
      Fotografieren mit dem Smartphone finde ich praktisch, weil es klein ist und schnell geht… das genieße ich besonders in der Straßenbahn oder überhaupt in der Stadt…
      außerdem schleppt man nicht so viel mit. Die Doppelbelichtung habe ich damals mit der App Snapseed gemacht, glaube ich. Das war noch im Frühjahr auf dem Samsung S8, jetzt fotografiere ich mit dem S20 und kanns nicht mehr ganz nachvollziehen.
      Die Eifel hat viele schöne Ecken (da bin ich geboren), aber den 55er-Weg hab ich auch erst neu entdeckt. Lohnt sich.
      Viele Grüße
      Heike

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