5 Tage Berlin, 5 Tage U5 – Berlinsplitter Tag 5

Berlin von oben - der Blick von der Kuppel des Berliner Doms und aus der Seilbahn vom Kienberg

Zum Abschluss meines Städtetrips 5 Tage Berlin, 5 Tage U5 gönne ich mir noch den Blick von oben auf die Hauptstadt. Einmal vom Kuppelrundgang des Berliner Doms und aus der Seilbahn vom Kienberg. 

Bio und vegan, die Übernachtung in Friedrichshain

Berlin U5
Sameriterstraße

Von Sonntag auf Montag übernachte ich im Almodóvar-Hotel. Das Biohotel passt perfekt  in den Kiez und zum Lebensgefühl von Friedrichshain. Von außen sieht der Neubau ein bisschen klotzig aus wie ein Bürogebäude. Doch lass dich davon nicht abschrecken. Es ist sehr chic und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet.  Mein Zimmer befindet sich im 5. Stock und hat einen kleinen Balkon mit Blick auf die Boxhagener Straße. Mir gefällt die Farbkombination von türkisgrünen Wänden, weißen luftigen Gardinen, Designerlampen und geölten Massivholz-Möbeln aus Palisander. Toll, hier würde ich es auch länger als eine Nacht aushalten. Sehr liebevoll sind die Details im Bad und es gibt sogar eine Yogamatte. Ohm…

Bei der Einrichtung und beim Essen achtet das Hotel konsequent auf Nachhaltigkeit. Zum Frühstück wird aufgetischt, was das Herz begehrt. Andrea hatte recht, das Aldómovar bietet das beste vegane Frühstück in Friedrichshain. Auch sie geht hier öfter mal zum Brunch. Die Auswahl der Speisen ist vorbildlich. Während ich meinen Milchkaffee trinke, werfe ich noch einen Blick auf den Stadtplan, der der Berlin Welcome-Card beiliegt. Was mache ich nun am letzten Tag? Gesetzt ist der Besuch der Berliner Domkuppel, den Frau Walter extra für mich arrangiert hat. Ich beschließe, mit der U5 bis zum Alexanderplatz zu fahren und dann die restlichen Meter zum Dom zu Fuß zurückzulegen. Dabei komme ich am Roten Rathaus und am Neptunbrunnen vorbei. Und danach? Bleibe ich in Mitte, mache eine Schiffstour auf der Spree, schaue mir das Brandenburger Tor und den Reichstag an, spaziere Unter den Linden? Letztendlich juckt mich immer noch der verpatzte Ausflug zu den „Gärten der Welt“ und so entscheide ich mich für sie, zumal ich das Brandenburger Tor und das Reichstagsgebäude schon bei einem früheren Berlin-Besuch besichtigt hatte. Also dann mal los. Den Koffer lasse ich erst einmal im Hotel zurück, Toms Tassen auch.

Alexanderplatz und Weltzeituhr

Ich mag die Geschäftigkeit rund um den Alexanderplatz. Irgendwie ist er für mich einer der urbansten Plätze in Berlin. Die U5 küsst die S5 und beim Blick nach oben hast du immer den Fernsehturm vor Augen. Ein weiteres wunderbares DDR-Überbleibsel ist die Weltzeituhr. Seit 1969 dreht sie sich und zeigt an, wie spät es in Berlin, Neu Dehli, Moskau oder Santiago de Chile ist. Ein bisschen Provokation war wohl auch dabei, den Menschen im eingemauerten Berlin zu zeigen, wie spät es in Städten ist, in die sie nicht reisen dürfen.

Der Berliner Dom

Berlin U5
Museumsinsel

Der Dom ist Berlins imposanteste Kirche. Groß und prunkvoll steht er mit einer weithin sichtbaren Kuppel auf der Spreeinsel. Vom Baustil in etwa Renaissance trifft Barock. Er soll dem Petersdom in Rom nachempfunden sein.

Panoramablick von der Kuppel

Doch ich halte mich nicht lange mit dem Innenleben auf, sondern nehme die Treppe nach oben. 270 Stufen sind es. Beim Kuppelrundgang sind die Mühen schnell vergessen, denn es eröffnet sich ein wunderschöner Blick über Berlins historische Mitte mit Fernsehturm, Spree und Nikolaiviertel. Die breite Brüstung sorgt für Sicherheit und deshalb ist keine zusätzliche Sicherung durch Glas oder Gitter notwendig. Toll, denn vom Gefühl schwebst du oben und bist doch dem Treiben unten nah. Ich sehe die Schiffe auf der Spree vorbeifahren und höre Musik aus dem Lustgarten. Auch der Fernsehturm erscheint zum Greifen nah.

Das ist der Blick Richtung Norden auf die Spree, den James Simon-Park und die Hackeschen Höfe, links sind die Museen (Kolonnaden, Neues Museum, Alte National Galerie und Pergamonmuseum).

Und hier der Blick Richtung Süden: über die Dächer vom Humboldt-Forum nach Kreuzberg.

Im Westen mit dem Blick nach unten auf den Lustgarten.

Auf der anderen Seite blickst du direkt auf den Fernsehturm, links davon liegt das Park-Inn-Hotel. Der Kuppelrundgang ist im Eintrittspreis des Doms enthalten und auf jeden Fall sein Geld wert.

Mit der Seilbahn zu den Gärten der Welt

Berlin U5
Kienberg Gärten der Welt

Danach heißt es wieder rein in die U5 und ab Richtung Hönow. Alexanderplatz, Schillingstraße, Frankfurter Allee … die Stationen ziehen an mir vorüber, beinahe schon wie alte Bekannte, dann folgen Tiergarten und Wuhletal und schließblich Kienberg „Gärten der Welt“. Anlässlich der IGA 2017 wurde die Haltestelle neu gestaltet und das Areal ausgeweitet. Die ursprünglichen Gärten der Welt gibt es aber schon seit 1987.

Ich quere die Straße und steige dann in die Seilbahn. Mit ihr schaukele ich dann gemütlich über das Wuhletal, den Kienberg hoch und dann wieder bergab bis zum Eingang der Gartenschau. Der spektakuläre Ausblick aus 35 Metern Höhe soll bei klarer Sicht bis ins Zentrum Berlins reichen. Heute ist es diesig und gewittrig, aber ich finde die Aussicht auf Marzahn und Hellersdorf auch sehr beeindruckend.

Blumen und noch viel mehr

Was zeigt so eine IGA? Blumen natürlich und Themengärten. Das Gelände ist unheimlich weitläufig und ich erkenne sofort, dass mir die Zeit davon läuft… Für die Gärten der Welt sollte man mindestens einen halben Tag am besten sogar einen ganzen Tag einplanen. Also begnüge ich mich mit den Schaugärten und mache es mir anschließend unter einem Baum beim Spiegellabyrinth bequem.

Und so klingt mein Nachmittag ganz entspannt aus, bevor ich mich auf den Heimweg mache.

Bye, Bye Berlin

Berlin U5
Bundestag

Beim Bundestag genieße ich noch einmal den weiten Blick aufs Kanzleramt, und Paul-Löbe-Haus bevor ich mich ins Gewusel des Hauptbahnhofs begebe und mit dem ICE wieder nach Hause fahre.

Resümee

Die Einweihung des U-Bahnhofs Museumsinsel war ein guter Anlass, die U5 zu erkunden. Mit ihr lernst du eine Hauptverkehrsader des ehemaligen Ostberlins kennen. Kannst eintauchen in die Zeit, als Ostberlin noch Hauptstadt der DDR war. Und seit dem Lückenschluss  eignet sie sich als perfekte Sightseeing-Tour ab dem Hauptbahnhof. Die U5 ist sehr geschichtsträchtig und mit der Anbindung an Friedrichshain auch vergnügungstüchtig. Zum östlichen Ende hin zeigt sie ein beschauliches und grünes Berlin im Plattenbauformat. Auch die U-Bahnhöfe selbst sind Zeitzeugen der Geschichte und Räume für sich. Durch die Begegnung mit den vielen Personen hat dieser Städtetrip eine ganz persönliche Note bekommen und ich danke allen, die mich an ihrem Berlin haben teilhaben lassen. Meine Übernachtungen kann ich alle wärmsten weiterempfehlen. Nicht unbedingt die Idee, jeden Tag den Ort zu wechseln… Denn auf Dauer ist das mit Ein- und Auschecken ganz schön anstrengend und zeitraubend. Aber ich wollte dir ja auch möglichst viele Unterkünfte vorstellen. Die Kurzfassung meines Resümees: Fahr mal U5 in Berlin, das kannst du was sehen und erleben.

5 Tage Berlin, 5 Tage U5

Anlässlich der Eröffnung des U-Bahnhofs Museumsinsel am 9. Juli 2021 bin ich nach Berlin gereist. Nach dem Motto „Fahr mal Linie U5 in Berlin“,  mache ich das fünf Tage lang… und berichte, was ich Tag für Tag erlebt und rechts und links der Strecke entdeckt habe .

 

Weitere Berichte:

Tag 1 Ankunft in Berlin, Hamburger Bahnhof und die Beantwortung der Frage „Wie kommt die Tasse vors Brandenburger Tor?
Tag 2 Unten Sterne, oben Weltkulturerbe, die Eröffnung Museumsinsel 
Tag 3 Wieviel DDR steckt in der U5? Stasi-Bespitzelung und Doreens Ost-Erinnerungen
Tag 4 Raus nach Kaulsdorf, die Schlüsselsuche und der Abend in Friedrichshain 

Zusammenfassung und praktische Tipps

Die interessantesten U-Bahnhöfe der Linie U5

 

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