10 Tipps: Wie ich mein 9-Euro-Ticket nutze

Ich bin ein echter Fan des 9-Euro-Tickets und habe mir gleich eines zugelegt. Denn erstens finde ich es den besten Beitrag zur Verkehrswende und wichtig für den Klimaschutz, und zweitens bietet es jede Menge Ersparnis. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir, wie ich mein 9-Euro-Ticket nutze und meine Fahrten angehe, damit es ein schöner Sommer wird. 

Die Vorteile des 9-Euro-Tickets liegen auf der Hand.

Auch wenn ich kein Berufspendler bin, so spart mir das 9-Euro-Ticket doch jede Menge Geld und Nerven. Ein paar Beispiele gefällig:

Regelmäßige Besorgungen in der näheren Umgebung
Im Mai besuchte ich meinen Mann regelmäßig im Krankenhaus in der Stuttgarter City. Dafür habe ich ein 10er-Abo gekauft und 79,90 € hingeblättert. Das war immerhin schon eine Ersparnis von über 20 % gegenüber dem normalen Tagesticket. Den ganzen Juni zahle ich nur 9 € und kann mit dem gleichen Ticket auch bis zur Reha-Einrichtung am Bodensee fahren.

Für Tagesausflüge zu Museen, Parks, Biergärten oder ins Kino 
Wenn ich auf meinen 5er-Linien in den Städten unterwegs bin, kaufe ich mir meistens eine Tageskarte. Die kostet für eine Person je nach Netz und Verkehrsverbund zwischen 6 und 12 €. Also im Schnitt 9 €. Das 9-Euro-Ticket beschert mir 30 Ausflugstage. Das ist doch klasse.

In vielen Medien ist schon jetzt das Geschrei groß, dass es mit dem 9-Euro-Ticket nicht klappen wird. Das nervt mich, denn ich finde, es kommt auf die Einstellung und Vorbereitung an.

Meine Tipps für gut gelaunte 9-Euro-Ticket-Fahrten

  1. Ich bin mir bewusst, dass ich im Regional- und Nahverkehr unterwegs bin.
    Ich bringe genügend Zeit mit. Die Regionalzüge müssen bei Verspätungen immer warten, bis der ICE, IC, EC etc. vorbeigerauscht sind.
  2. Ich nehme etwas zu trinken mit und belegte Brote. Im Regionalverkehr gibt es kein Catering! Mit Rücksicht auf die anderen Reisenden lasse ich aber die Leberwurst- und Harzer Käse-Brote zu Hause und nehme auch keine Döner und Burger mit in den Zug.
  3. Ich stelle mich auf Wartezeiten und Umwege ein
    Erstens wegen Punkt 1 und zweitens weil in den Sommermonaten viele Baustellen entlang der Strecken sind und Züge durch Busse ersetzt werden. Einen guten Überblick gibt diese Bahnseite mit aktuellen Beeinträchtigungen. Wirf also schon bei der Planung einen Blick darauf.
  4. Das Fahrrad lasse ich zu Hause.
    Die Fahrradmitnahme ist nicht in allen Verkehrsverbünden inklusive und es gibt auch keine Garantie, dass es mitgenommen werden kann. Wenn es sehr voll wird, tendiert meine Chance gegen Null, denn logisch: Rollstühle und Kinderwagen gehen vor. Ich nutze dann lieber vor Ort Call-a-Bike oder Ähnliches. Wer es doch mitnehmen möchte – Tipps gibt es in diesen Beitrag von Nimms Rad.
  5. Maske nicht vergessen!
    Im Nahverkehr und in der Bahn ist es nach wie vor Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Also, die Maske ist immer dabei, mindestens eine eher zwei bis drei, damit ich Ersatz habe und auch mal von FFP2 auf medizinisch wechseln kann.
  6. Vorher aufs Klo!
    Logisch, oder? Die Toiletten in Regiozügen sind generell nicht die besten und bei dem erwarteten Fahraufkommen auf jeden Fall zu wenig. Also lieber erst gar nicht müssen müssen … Und wenn dann doch, am besten Klopapier mitnehmen.
  7. Ich fahre wann immer möglich gegen den Strom.
    Also nicht früh morgens und am Feierabend, wenn die Berufspendler unterwegs sind und möglichst dienstags, mittwochs und Donnerstag früh. Das sind die ruhigsten Tage bei der Bahn. Ich meide Großkampftage wie Ferienbeginn, Schwörmontag, Seenachtsfestival … oder sehe sie als Challenge! „Hurra, es wird voll – und bin gespannt, was passiert.“
  8. Ich drucke mir das 9-Euro-Ticket vorsichtshalber auf Papier aus.
    Dann habe ich es auch zur Hand, wenn der Akku des Smartphones leer ist.
  9. Ich nehme eine Powerbank mit.
    In Regionalzügen gibt es wenige bis gar keine Steckdosen.
  10. Ich nehme ein Buch mit oder den alten Walkman.
    Dann bin ich beschäftigt, wenn Punkt 1 eintritt oder Punkt 9 leer.

Für sehr lange Fahrten ist das 9-Euro-Ticket eingeschränkt geeignet

Natürlich werde auch ich ein paar Regionalexpresslinien mit der Nr. 5 fahren (zum Beispiel von Koblenz nach Wesel, Stuttgart nach Lindau, Berlin nach Rostock) – weil es eben eine Linie Nr. 5 ist. Ansonsten bevorzuge ich für lange Strecken weiterhin den ICE oder IC und kaufe ein Super-Sparpreis-Ticket (ohne City-Ticket). Das City-Ticket brauche ich ja nicht, dafür habe habe ich ja schon das 9-Euro-Ticket.

Also ich gehe mal grundsätzlich positiv an die Sache heran. Und freue mich auf diesen Sommer.

Und du?

Schreib mir doch, ob du schon eines hast und es nutzen wirst.

Das 9-Euro-Ticket
Das 9-Euro-Ticket gilt in den drei Monaten Juni, Juli, August – vom Monatsersten bis zum letzten Tag des jeweiligen Kalendermonats. Für jeden Monat brauchst du ein eigenes Ticket, also 3×9=27 €. Mit dem9-Euro-Ticket kannst du  bundesweit folgende Verkehrsmittel im öffentlichen Nahverkehr nutzen:

  1. Zweite Klasse in Regional- und Nahverkehrszügen (S-Bahn, Regionalbahn RB, Regionalexpress RE, Interregioexpress IRE …)
  2. Stadtbahnen, Straßenbahnen und U-Bahnen
  3. Regional-, Regio- und Stadtbusse
  4. Fähren im öffentlichen Nahverkehr (z. B. in Hamburg und Berlin)

Es gilt nicht für den Fernverkehr der Deutschen Bahn, also ICE, IC, EC, Flixtrain oder in ausländischen Schnellzügen, die deutsche Fernverkehrsstrecken befahren. Auch in Fernbussen gilt das 9-Euro-Ticket nicht. Für Neulinge und Wieder-Einsteiger ist das 9-Euro-Ticket, die Chance, den ÖPNV mal auszuprobieren, ohne gleich am Ticketkauf zu scheitern!
Das 9-Euro-Ticket ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung und auf die Sommermonate beschränkt

 

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