Metro fahren in Paris – so gehts

Die legendären Papier-Metro-Tickets sind Geschichte - wie du jetzt am besten durch Paris kommst

Aus meiner Sicht ist die Metro das beste Verkehrsmittel in der Pariser Innenstadt. Mit 16 Linien und über 300 Stationen ist es eines der größten U-Bahnnetze der Welt. Und da nahezu jede Linie ihre eigenen Gleise, Zugänge, Abgänge und Übergänge hat, ist sie ein kleines Labyrinth für sich. Doch hat man den Dreh einmal raus, macht es richtig Spaß, Metro zu fahren. Übrigens: Die Papiertickets hat die RATP zum Jahresende 2025 endgültig abgeschafft. Deshalb gibt es jetzt ein Update mit Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Wie erkenne ich die Metrostationen?

Zu den typischen Fotos von Paris zählen auch immer solche von nostalgischen Metroeingängen. Die ältesten Stationen sind von 1900 und im Jugendstil-Design (Art Nouveau) gestaltet, andere im Art déco.

Es gibt aber auch moderne Hinweisschilder mit einem schlichten M.

Wie finde ich mich in den Gängen der Metro in Paris zurecht?

Die U-Bahn-Linien sind von 1-14 durchnummeriert. Es gibt zwei Ergänzungslinien 3bis und 7bis. Jede Metrolinie hat ihre eigene Farbe. Zum Beispiel 1 gelb, 2 blau, 5 orange. Diese Leitfarbe findest du auf allen Hinweistafeln an den Stationen, in den Zügen und auf den Plänen. Du folgst also zunächst immer der Nummer der Linie und der Farbe, später entscheidet die Richtung, auf welche Bahnsteigseite du gehst. Für die Richtungsangabe werden immer die Endstationen der Linie genannt. Bei der Linie 5 sind das Bobigny und Place d‘ Italie. Auf den Bahnsteigen informieren dich Bildschirme über die verbleibende Wartezeit bis zum nächsten Zug und erinnern an die Fahrtrichtung (Endhaltestelle).

Eingang und Ausgang der Metro

Am Eingang zur Metro passierst du eine Schranke. Hier musst du den Navigo-Pass (Plastikkarte oder Smartphone) auf die violette Fläche ans Lesegerät legen. Nach dem Entwerten kannst du die Drehkreuze durchqueren.

Um rauszukommen, folgst du immer den Hinweisen „Sortie“ = Ausgang. Die Türen öffnen automatisch oder durch Wegdrücken mit der Hand. Für den Ausgang benötigst du dein Ticket nicht.

Hilfreiche Pläne, Karten, Apps der Pariser Metro

Auf der Webseite des Betreibers RATP findest du einen interaktiven Routenplaner, verschiedene Linienpläne und Umgebungspläne von Haltestellen zum Download sowie eine Echtzeitanzeige der Linien. (Die englische Webseite der RATP bietet mehr Infos als die deutsche).

Den Linienplan mit Metro, Tram/Straßenbahn und RER-Bahnen kannst du hier als PDF downloaden. Den Plan erhältst du in gedruckter Form an den Service-Schaltern der Metro.

Fürs Smartphone ist die „Bonjour-RATP-App“ im Google Play- und im Apple-Store die erste Wahl.

Was kostet die Metro in Paris? Tickets und Preise

Zum Jahresende 2025 hat Paris die legendären Papiertickets  endgültig abgeschafft. Für Gelegenheitsfahrer sind Einzelfahrt-Tickets oder Tagestickets die erste Wahl. Am einfachsten fahren Touristen künftig mit der wiederaufladbaren «Navigo Easy»-Karte oder du kaufst deine Tickets direkt übers Smartphone.

Smartphone
Deine Tickets kannst du einfach über die „Bonjour-RATP-App“ kaufen. Eine Zahlung per Kreditkarte ist möglich.

Aufladbar auf eine Plastikkarte
Du kaufst für 2€ die Navigo-Easy-Karte aus Plastik und lädst künftig deine Tickets darauf. Wenn du am Gare de l‘ Est oder Gare du Nord ankommst, sind die Ticketschalter meist sehr frequentiert und die Warteschlangen lang. Hast du schon die Karte, kannst du gleich zum Automaten. Der „spricht“ übrigens deutsch, wenn du die Menüführung entsprechend einstellst. Beachte bei den Automaten, dass nicht alle Geldscheine annehmen.

Was kosten die Tickets?

Einzelticket U-Bahn-/RER-Ticket
Das Einzelticket kostet 2,55 € (Stand 1/2026) und ist 2 Stunden (ohne Fahrtunterbrechung) gültig in U-Bahn, RER, S-Bahn und Standseilbahn. Es gibt auch ein Einzelticket für Bus und Straßenbahn und Nachtbus. Das kostet 2,05 €.

Tagesticket
Ich empfehle die Navigo-Tageskarte. Damit kannst du alle Verkehrsmittel in den Zonen 1-5 nutzen: Metro, RER, Bus, Straßenbahn, Seilbahn C1 und S-Bahn – ausgenommen sind die Verbindungen zum Flughafen (Orlyval, Roissybus-Linien und RER-B-Stationen Flughafen Charles-de-Gaulle (RER B) und Bahnhof Flughafen Orly (Metrolinie 14)). Die Navigo-Tageskarte kostet 12,30 € (Stand 1/2026) für einen ganzen Tag.

Bist du 3 Tage und mehr in Paris bietet sich der Kauf einer Navigo-Wochenkarte zum Preis von 32,40 € an. Damit kann man auch zum Flughafen fahren. Du musst dich aber im System anmelden, was bei der Tageskarte und den Einzeltickets nicht notwendig ist.

Das Touristen-Ticket „Paris Visite“
Das speziell für Touristen angebotenen „Paris Visite“-Ticket gibt es für 1, 2, 3 oder 5 aufeinander folgende Tage zu einem Preis von 30,60 € bis 78,00 € (Kinder 4-9 zahlen die Hälfte). Neben der Metro kann du damit alle Bahnen, Busse und Straßenbahnen einschließlich der Linien zum Flughafen fahren.

Wann und wie oft fahren die Züge?

Die Metrozüge fahren in der Woche ab 5:30 Uhr bis etwa 1:15 Uhr. Freitags und samstags sowie an den Vorabenden von Feiertagen bis kurz nach 2 Uhr. Zu den Hauptverkehrszeiten kommt alle zwei bis fünf Minuten ein Zug. Du wartest meist nicht lang. Sie sind das beste Verkehrsmittel in der Pariser City. 

Metro fahren in Paris – was ist besonders?

Und hier noch ein paar Besonderheiten der Pariser Metro:

  1. Die Pariser nutzen ihre Metro. Zu Stoßzeiten wird es richtig voll.
  2. Da die Linien vollständig voneinander unabhängig sind, hat jede Linie ihre eigenen Bahnsteige, Zugänge und Abgänge. Nicht verwirren lassen, einfach immer der richtigen Nummer folgen.
  3. Die Pariser Metro ist bekannt für ihre Eingänge im Jugendstildesign.
  4. Das Metronetz ist sehr dicht. Die einzelnen Stationen liegen nah beieinander, meist nur 500 Meter voneinander entfernt. Deshalb macht es auch so Spaß, mal von einer Station zur nächsten zu laufen.

Ein paar Infos zur Geschichte und zum Design der Pariser Metro

Pünktlich zur Weltausstellung 1900 eröffnete man die erste Linie (Ligne 1) mit einer Länge von gerade mal zehn Kilometern. Sie war (nach London, Budapest und Glasgow) die vierte Untergrundbahn in Europa. Die charakteristischen Eingangsbauten im Jugendstil entwarf der französische Architekt Hector Guimard. Später kamen weitere im Stil des  Art déco hinzu. Die ältesten stehen heute unter Denkmalschutz.

Vollautomatische und fahrerlose Züge gibt es auf den Linien 14, 1 und 4.  Hier sind auch Trennwände zwischen Bahnsteig und Gleisen angebracht worden.

Viele Bahnsteighallen sind elliptisch und für mich sieht die Metro dann immer wie eine Rohrpost aus. Sehr schön zu erkennen auf dem Foto der Linie 4 aus dem Jahr 2018 vor der Renovierung.

Streifendesign – très chic

Die Sitzbezüge der modernen Züge haben ein schönes Streifendesign.

Wie komme ich mit der Metro zu den wichtigsten Pariser Sehenswürdikeiten?

Notre Dame: Ligne 4 Haltestelle Cité
Eiffelturm: Ligne 6 Haltestelle „Bir-Hakeim“
Louvre: Ligne 1,7 Haltestelle „Palais Royal – Musée du Louvre“
Champs-Elysées: Ligne 1, 9. 13 Haltestellen „Champs-Élysées – Clemenceau, George V, Franklin D. Roosevelt ou Charles de Gaulle – Étoile“

Was kann ich entlang der Metrolinie 5 in Paris entdecken?

Die Metrolinie 5 ist  keine typische Touristenlinie. Aber gerade deshalb finde ich sie so interessant und zu entdecken gibt es Einiges: Den Parc de la Villette im Norden, den Jardin de Plants, das Seine-Ufer und den Canal Martin beispielsweise.


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In diesen Blogbeiträgen erfährst du mehr über meine Entdeckungen mit der Linie 5 in Paris:

 

 

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