Blick ins Rennbachtal.

Nordschwarzwald: Winterwandern auf dem Sommerberg

Teil 1 - Rundweg 5: Aug in Aug mit dem Eichhörnchen auf dem Baumwipfelpfad

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Sommerberg

Hallo, es ist tiefster Winter und ich bin auf dem Sommerberg. Ja, so heißt das Hochplateau auf 720 Meter ü. NN oberhalb von Bad Wildbad. Und glaubt mir: der Sommerberg im Nordschwarzwald ist auch im Winter ein super Ausflugsziel. Hier gibt es gut präparierte Langlaufloipen, Winterwanderwege, einen Mini-Skihang mit einer urigen Skihütte und natürlich auch einen Rundwanderweg mit der Nr. 5. Der beginnt an der Bergstation der Sommerbergbahn und kreuzt an mehreren Stellen auch den Baumwipfelpfad, den ich euch als erstes vorstellen möchte.

Baumwipfelpfad Schwarzwald

Gleich hinterm Kassenhäuschen des Baumwipfelpfads fängt das Wipfelvergnügen schon an. Ganz ohne Klettern und Anstrengung habe ich die oberen Etage des Waldes erreicht. Ich mache meine ersten Schritte auf dem schneebedeckten Holzbohlenweg und wage einen Blick nach unten. Ganz schön tief, die Schlucht.

Links sind die Baumwipfel zum Greifen nah und nach rechts werde ich mit einem herrlichen Blick ins Rennbachtal belohnt.

Vor mir liegen rund 1200 Meter Baumkronenweg. Schritt für Schritt geht es kaum merklich und sanft  bergauf. Unter den Füßen knirscht der Schnee, ich genieße die klare Winterluft und schneebedeckte Landschaft. Es ist herrlich ruhig.

Gucken, raten, riechen und balancieren

Auf Augenhöhe mit den Eichhörnchen spaziere ich durch den Wald. Damit ich verstehe, was ich sehe gibt es Stationen mit Schautafeln und Erklärungen. Man kann riechen und raten, und Gucklöcher schärfen meinen Blick für die Natur. Da gibt’s riesige Bäume, knorrige Bäume, neu verzweigte Bäume, Baumzwillinge und in der Tanne haben sich Misteln breit gemacht. Eben Schwarzwald pur!

Nein, langweilig wird es nicht auf dem Baumwipfelpfad. Wer möchte, kann zwischendurch über kleine Baumstämme balancieren, auf wackeligen Holzstücken laufen oder sich von Seil zu Seil vorwärtshangeln.

Und dann taucht nach der nächsten Biegung der Aussichtsturms auf. Der Turm ist 40 Meter hoch und ein architektonisches Highlight. Die Konstruktion aus Holz und Stahl mit den schrägen Streben lässt ihn besonders imposant aussehen.

Schwarzwaldbecher mit spektakulärer Aussicht

Seine Silhouette gleicht einem Schwarzwald-Eisbecher, der sich trichterförmig nach oben öffnet. Runde um Runde windet sich der Weg spiralförmig nach oben. Aber keine Angst, die Steigung ist nicht stärker als sechs Prozent und lässt sich auch mit dem Kinderwagen und Rollstuhl gut bewältigen. Als Sahnehäubchen gibt’s oben einen grandiosen 360-Grad-Panoramablick. Bis zum Stuttgarter Fernsehturm, auf die Schwäbische Alb und weit in die Ebene des Kraichgaus kann ich blicken.

Nachdem ich mich am Panorama sattgesehen hab, gehts den gleichen Weg zurück. Im Sommer kann man auch über die 55 Meter lange Tunnelrutsche runterrutschen. Danach kehre ich erst einmal in der urigen Skihütte ein und wärme mich bei einem leckeren Kakao auf.

Der zweite Teil folgt

Leider ist es inzwischen zu spät für die ganzte Tour auf dem Rundweg 5, deshalb werde ich den Besuch der Hängebrücke und den Rest des Weges auf ein anderes Mal verschieben.

Mal schaun, ob dann noch Schnee liegt. Ich werde berichten, versprochen!

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