Kölnsplitter Tag 1: Zuerst einmal bis zum Ende der Linie 5 am Butzweilerhof

Wo früher Zeppeline starteten kann man heute Billy-Regale einkaufen

Temperaturen um die 25 Grad und strahlend blauer Himmel. Bei schönstem Sommerwetter verbringe ich im August 2016 mit Jean-Luc eine Woche in Köln. Während der Sohnemann die neuesten Tricks der Filmanimation lernt, erkunde ich vormittags von neun bis halb eins die Linie 5 in Köln. Die Linie 5 hat insgesamt 17 Stationen, manche davon liegen unterirdisch andere wiederum oben, also eine Kombination von U-Bahn und Stadtbahn. Jeden Tag habe ich mir einen anderen Abschnitt vorgenommen, nicht der Reihe nach, sondern ganz spontan.

Tag 1: Ich fahre am Montag gleich mal zur Endstation. Das ist so ein Tick von mir, dass ich erst mal wissen möchte, wo so eine Linie denn hinführt – meist endet sie am Stadtrand, irgendwo im Nichts.  So auch in Köln: „Am Butzweilerhof“ in Köln-Ossendorf entsteht rund um ein ehemaliges Flughafengelände ein neues Wohn- und Gewerbegebiet. Überall wird fleißig gebaut und gebaggert. Die Sparkasse und Ikea sind schon vor Ort und haben sich ihre Haltestellennamen gesichert. Auf einer Webseite der Kölner Verkehrsbetriebe erfahre ich, dass dieses Ende der Strecke 2010 mit Hilfe von privaten Investoren umgesetzt wurde.

Der Flughafen „Butzweilerhof“ oder „Butz“ wie ihn die Kölner liebevoll nennen war in den 1920er und 30er Jahren einer der bedeutensten Luftverkehrsknotenpunkte in Deutschland.

Die berühmten Zeppeline und die ersten Linienflugzeuge der Lufthansa sind auf diesem Flughafen gestartet und gelandet.

1957 war dann Schluss mit der zivilen Luftfahrt – heute stehen Teile der alten Flughafengebäude noch. Sie werden restauriert und können für Veranstaltungen gebucht werden. Der einstige Hangar 1 wird mit großem Aufwand zu einem Oldtimer-Paradies umgebaut. Ab dem Frühjahr 2018 sollen hier alle Autos aus der Privatsammlung von Rennfahrer Michael Schumacher gezeigt werden. Doch es gab auch schon Zoff im Stadtrat, denn nicht alle Stadträte sind mit den Plänen des Investors einverstanden und sehen den Denkmalschutz gefährdet. Ich schaue mich noch ein bißchen um und dann heißt es schon „Tschüss Butz“ –  mein Sohn wartet an der Medienakademie und möchte abgeholt werden. Morgen geht´s weiter…

Kölnsplitter zum Weiterlesen:
Die 5 fragt nach: Warum feiern die Kölner im Hochsommer Karneval?
Kölnsplitter Tag 2: Bummel durchs Belgische Viertel
Kölnsplitter Tag 3: Dom und City
Kölnsplitter Tag 4: Vom Westbahnhof zur JVA

 

 

 

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